Blühstreifen und Bienenweiden

 

Theresa Traupe und ihr Sohn Ben aus Negenborn sitzen in einem Meer von Blüten. Doch wo kommen diese vielen Blüten her? Die Antwort ist ganz einfach: Theresas Vater hat auf seinem Ackerland einen sogenannten Blühstreifen eingesät . Blühstreifen werden angelegt durch streifenförmige oder flächige Einsaat geeigneter Saatmischungen auf Ackerflächen, entweder am Feldrand oder auch innerhalb eines Feldes. Sie bieten insbesondere Bestäubern und Insekten ein reichhaltiges und langanhaltendes Blütenangebot. Darunter befinden sich auch viele landwirtschaftliche Nützlinge, die einen Beitrag zur biologischen Schädlingsbekämpfung leisten. Auch für andere Tiere stellen sie wichtige Nahrungs-, Fortpflanzungs- und Rückzugsbiotope dar. Blühstreifen können auch als Erosionsschutzstreifen angelegt sein. Darüber hinaus bereichern sie das Landschaftsbild und können aufgrund ihrer linienhaften Struktur zur Vernetzung von Biotopen beitragen. Immer mehr Landwirte bauen Blühstreifen auch für Bienen an. Im Landkreis Northeim wurden 2018 fast 700 ha Blühstreifen und Bienenweiden angelegt.